11. Januar 2018

NONYA KÜCHE

Die Nonya-Küche
ist eine Mischung aus chinesischen Zutaten mit malaiischen Gewürzen. Diese Verbindung entstand durch die Nonyas, malaiische Frauen, die sich mit chinesischen Händlern oder Lohnarbeitern, die sich im 19ten Jahrhundert entlang der Strasse von Malakka niedergelassen hatten, verheirateten. Durch diese Ehen entstand eine sinomalaiische Kultur.

Cremige Kokossaucen
sind typisch für die Malakka-Region, Limetten ein Zugeständnis an die thailändische Küche.

Die selbst zubereitete Curry-Paste
ist bei folgendem Hühner-Curry entscheidend für die umwerfend aromatische Geschmacksentfaltung. Diese Paste ist anders, als alle anderen, im Handel erhältlichen Curry-Pasten.



HÜHNER-CURRY «NONYA»

sinomalaiisch-thailändische Küche
2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

CURRY-PASTE:
1–2 Schalotten (30 g)
2 Knoblauchzehen
3–4 Chilischoten, entkernt
1 St. Zitronengras, weisse und hellgrüne Teile
2 EL Ingwer
5 cm Kurkumawurzel frisch (oder 1 TL -pulver)
1 Büschelchen Koriander, Wurzel samt Stängeln

     hacken, im Mörser zu einer Paste zerstossen. Je feiner gehackt, umso einfacher das Mörsern!



2 Limettenblätter (Doppelblätter!)
     in haarfeine Streifen schneiden.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

250 ml Kokosmilch


     50 ml Kokosmilch bei mittlerer Hitze fast völlig einkochen, siehe Tipp. Paste beigeben, ca. 10 Minuten sanft dünsten.

250 g Pouletbrust
     in mundgerechte Streifen schneiden, mitbraten.
     Falls nötig, möglichst wenig Öl zum Braten beigeben.

1/4 TL Salz
     samt restlicher Kokosmilch und den Limettenblätterstreifen beigeben, ca. 15 Minuten sanft zu cremiger Konsistenz köcheln lassen.

1 Limette
     halbieren, den Saft einer Hälfte dazupressen (Limettenpresse!).
     Allenfalls mit Salz abschmecken.

     Mit der restlichen Limette und ein paar Korianderblättchen anrichten.
     Mit Reis servieren.

mittelscharf (trotz 3–4 Chilischoten!)

Tipps:
  • Umgang mit frischer Kurkuma-Wurzel: siehe hier!
  • Basis für ein cremiges Curry ist das Einkochen von etwas Kokosmilch, und zwar so lange, bis fast nur noch die fetthaltigen Bestandteile übrigbleiben. Darin wird die Curry-Paste angedünstet. Erst später kommt die eigentlich erforderliche Menge Kokosmilch dazu

Kommentare:

  1. Currypasten mache ich auch immer selber - gleich eine größere Menge und ein Teil wird eingefroren, dann ist auch immer ein superschnelles Essen fertig, wenn es sein muss.
    Die Aromen in deiner Paste kann ich förmlich riechen! Klingt nach wunderbarem Duft.

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    1. Das lohnt sich auf jeden Fall.
      Für dieses Curry passt zwar die Menge gerade, kann jedoch beliebig vervielfacht und auf Vorrat eingefroren werden. Vor allem, wenn die Paste nicht im Mörser, sondern im Mixer oder Cutter verarbeitet wird, ist eine grössere Menge stets von Vorteil.

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  2. Zurzeit koche ich gerne und häufig Gerichte mit Curry und/oder Kokoscreme, da
    kommt mir dein Rezept gerade gelegen.
    Seit ich dank dir die frische Kurkuma entdeckt habe, koche ich gerne damit. Übrigens: gaaanz wichtig (ich bin manchmal eine Klecker-Liese): Kurkuma-Flecken an Kleidung lassen sich nur durch Alkohol entfernen - wohl dem, der einen Obstschnaps in greifbarer Nähe hat ;-)

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    1. Ja, Kurkuma färbt intensiv. Nicht zuletzt deshalb wurde die Wurzel früher zum Gelb-Färben der buddhistischen Mönchsgewänder verwendet.
      Danke für den Tipp mit dem Alkohol, weitere können, wie oben erwähnt, beim Link «Umgang mit frischer Wurzel» nachgelesen werden!

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