1. September 2017

BITTER MACHT FITTER!

Für viele 
ist ein bitterer Geschmack ungewohnt, denn seit Jahrzehnten setzt die Lebensmittelindustrie alles daran, bittere Geschmackskomponenten vor allem aus Gemüse wegzuzüchten.
Dabei sind Bitterstoffe gesund, sie wirken sich positiv auf die Gesundheit aus, regen die Gallenproduktion in der Leber an, besitzen so eine für die Verdauung wichtige, natürliche Regulation und sind dadurch richtige Fitmacher!

Pomelo
aus dem Holländischen «Pompelmoes», zu Deutsch «Pampelmuse» – wobei ganz klar keine Grapefruit gemeint ist. Die Pomelo entstand durch eine Rückkreuzung von Pampelmuse mit Grapefruit. Im Vergleich zur Grapefruit sind Pomelos nur leicht bitter. Das blassgelb bis rosafarbene Fruchtfleisch ist säuerlich-süsslich und sehr erfrischend.

Schälen
Die mindestens 1 cm dicke Schale kann wie bei einer Orange abgezogen werden. Die sehr bittere, dünne, weisse Haut (Endokarp) der einzelnen Spalten (Segmente) ist zur Mitte hin meistens offen, so dass diese leicht entfernt werden kann. Die so genannten Saftschläuche in den Segmenten platzen beim Auslösen nicht.
Eine weitere Methode ist das Filetieren, wie wir dies bei anderen Zitrusfrüchten kennen. Siehe hier: «Orangen filetieren».

Für Pomelo-Salat
gibt es in Thailand verschiedene Zubereitungsarten: einfach und ohne weitere Zutaten, mit oder ohne Crevetten, mit Erdnüssen oder Cashewkernen.
Ich mag nachstehende Art mit Kokosraspeln sehr gerne.

Die Zubereitung
geschieht mit Vorteil in einem Wok: dank dem runden Boden hat man für alle Schritte (kleine bis grosse Menge) stets die passende Pfannengrösse!



POMELO-SALAT MIT CREVETTEN

ยำส้มโอกุ้ง
Yam som-oh guung
2 Portionen, bei mehreren Personen mit weiteren Thai-Gerichten servieren
4 Portionen als Vorspeise 

Einkaufsliste zum Ausdrucken



1 EL kleine Crevetten, geschält, getrocknet
     in einem Schüsselchen mit kochendem Wasser übergiessen, ziehen lassen.

THAI-DRESSING:
1 Büschelchen Koriander
     Blättchen abzupfen, beiseitestellen. Wurzel samt Stängeln fein hacken.

1 EL Limettensaft (15 ml, Limettenpresse!)
3/4 EL Fischsauce 

1/2 EL Palmzuckersirup (oder 1 TL Zucker)
1–2 Chilischoten, entkernt, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt

     samt dem gehackten Koriander in einer mittelgrossen Schüssel gut verquirlen.

1 Pomelo, ca. 1 kg
     schälen (siehe oben), die Spalten aus den weissen Häutchen lösen (= ca. 450 g), in grobe Stücke zupfen, mit dem Dressing mischen.

50 g Kokosraspel, frisch (siehe auch Tipp!)
     in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett unter fleissigem Wenden goldbraun rösten. Beiseitestellen.

1/2 EL Reisöl
30 g Erdnüsse, ungeröstet

     Erdnüsse im Öl goldbraun rösten. Herausheben, grob hacken oder im Mörser grob zerstossen (bereits geröstet gekaufte Nüsse nur noch zerstossen), beiseitestellen.

1 Schalotte (15 g), in Lamellen
     in der selben Pfanne knusprig rösten (allenfalls noch etwas Öl beigeben).
     Herausheben, beiseitestellen.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

FERTIGSTELLEN:
1 Schalotte (15 g)
     in dünne Ringe hobeln (Trüffelhobel!).
     Eingeweichte Crevetten gut abtropfen, samt Schalottenringen, 3/4 der Kokosraspel und der Hälfte der Erdnüsse mit dem Salat mischen.

100 g Mungbohnensprossen (Sojasprossen) 
     im verbleibenden Öl der Schalotten auf grossem Feuer sehr kurz und unter stetigem Wenden braten, bis die Sprossen leicht Farbe annehmen, jedoch noch nicht zusammenfallen.
     Auf 2 Tellern verteilen.

150 g Crevetten «Tail-on»
1 TL Reisöl

     beidseitig nur so lange braten, bis sie eine orange-rote Farbe annehmen.
     Mit dem Salat mischen, auf den Sprossen anrichten.
     Restliche Kokosraspel, Erdnüsse und knusprige Schalottenstreifen samt den zurückbehaltenen Korianderblättchen darüber streuen.

     In Thailand werden Salate dieser Art stets mit Reis gegessen.

mittelscharf

Tipps:
  • in Thailand sind auch bereits geschälte Pomelo-Spalten abgepackt erhältlich  
  • anstelle von frisch geriebenem Kokosfleisch können auch 25 g getrocknete Kokosraspel verwendet werden
  • es sei wieder einmal erwähnt, dass nicht die attraktiven, grünen Limetten, sondern die hässlichen, gelblichen am meisten Saft liefern! 😎

    Kommentare:

    1. Eure Pomelos sind grün? Bei uns sind die immer gelb. Und scheinbar auch größer. Aber was weiß ich, wo die unsrigen wieder herkommen.
      Dein Salat klingt wieder einmal zum Niederknien gut! Nachdem ich bitter sehr gern mag, ist das total mein Ding. Ich freu mich somit schon, wenn mir die erste Pomelo über den Weg läuft.

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      1. Ja, die sind grün, jedoch auch grösser (weit über 1 kg) erhältlich!
        Die grüne, äusserste Schale wird auch kandiert angeboten, sozusagen als grünes Pendant zu Orangeat, welches hier eher nicht zu bekommen ist.

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