21. Oktober 2017

POMMES FRITES AUS DEM OFEN

«Pommes aus dem Ofen? Noch eine Version?»
werdet ihr rufen!
Ja: noch eine etwas andere Zubereitungsmethode, denn mit den meisten im www gefundenen – und (Ehrensache!) ausprobierten – Fritten war ich einfach nicht wirklich glücklich, da frittierte ich Kartoffelstäbchen doch lieber nach wie vor in reichlich Öl!

Nun bin ich aber auf dies aufmerksam geworden:
«Das Magazin» wurde mir von Freunden zugeschickt, es ist die wöchentliche Beilage einiger Schweizer Zeitungen. Darin schreibt Christian Seiler in seiner Kolumne über Kartoffeln – genauer: über Pommes frites.

Sepp Schellhorn,
der österreichische Politiker und Gastronom – auch als zorniger Hipster aus der Salzburger Provinz bezeichnet – hat ihm dazu eine leichte Zubereitung verraten, er nennt sie «Frites légères».
Leicht, weil mit wenig Öl und vor allem nicht in der Friteuse zubereitet.

Seiler titelt und schliesst:
«Übrig bleibt nichts!»
Gelesen und zur Tat geschritten:



FRITES LÉGÈRES

eine Art Pommes frites nach Sepp Schellhorn
2 Portionen als Beilage

2 grosse Kartoffeln, eher festkochend, ca. 400 g
     schälen, längs in 1 cm dicke Scheiben und diese in ebenso dicke Stäbchen schneiden.
     1 Stunde in warmes Wasser legen.

Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen.

     Kartoffelstäbchen abspülen, abtropfen und in eine ofenfeste Form nebeneinanderlegen, so dass sie sich nicht berühren.
     Seiler schreibt von einer Gratin-Form, ich habe das Blech meines kleineren Backofens vorgezogen (30x38 cm).
     Die Stäbchen sollten die Form/das Blech jedenfalls ziemlich ausfüllen.

Rosmarinnadeln oder Thymianzweiglein (nach Belieben)
     dazwischen legen (mir war grad' nach Thymian!).

Wasser*
     dazugeben, bis die Stäbchen etwa zu 1/3 darin liegen.
     Bei meiner Blechgrösse und Kartoffelmenge nahm ich 300 ml Wasser. Seiler schreibt «fingerhoch», das schien mir viel zu viel.

1 EL Olivenöl
     über die Kartoffelstäbchen sprenkeln.

Salz
     darüberstreuen.

     Im Ofen ca. 35 Minuten backen.*
     Backofentüre ab und zu kurz öffnen (3–4mal), um Dampf abzulassen!
     Bei mir war das Wasser nach 25 Minuten eingekocht, dann durften die Stäbchen weitere 10 Minuten fertig backen.
     Nicht wenden!

nicht scharf

Fazit:
  • eine Alternative, die sich auszuprobieren lohnt!
  • allerdings: wenn ich jedoch RICHTIGE Pommes frites haben möchte, werde ich sie weiterhin (2mal!) frittieren!

Tipps:
  • ungeschält verwendet, werden die Kartoffeln etwas deftiger
  • den Tipp, die Frites mit Mayonnaise oder Ketchup (brrr!) zu essen, liess ich ausser Acht und genoss dazu etwas Chilibutter auf einem gegrillten Steak! 
  • ist die Form zu klein, liegen die Stäbchen nicht in einer Schicht und backen zusammen, ist sie (oder das Blech) zu gross, braucht es mehr Wasser, welches nicht in der angegebenen Zeit verkocht, denn:
  • * die Wassermenge bestimmt nicht zuletzt die Gardauer!

Weitere Kartoffelzubereitungen aus dem Ofen:
Kartoffel-Chips
Kartoffeln auf Meersalz
Lamellen-Kartoffeln
Limetten-Kartoffeln
Pommes «Anna»
Salat aus zweierlei Kartoffeln

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Quelle:
«Das Magazin» Nr. 41 vom 14. Oktober 2017, Beilage des Schweizer «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und von «Der Bund»
(Tamedia AG).


Kommentare:

  1. Als (ab und zu) Pommes frites-Liebhaber bin ich natürlich hellhörig für neue Ideen bzw. Zubereitungsmöglichkeiten. Dein Rezept wird ausprobiert - dafür meinen besten Dank!
    P.S. Ich gebe dir mehr als recht, dass RICHTIGE Pommes frites - ohne wenn und aber - schlichtweg 2 x frittiert sein müssen.
    Beste Grüsse aus weiter nördlich ;-)

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    1. Genau deswegen war ich auch neugierig.
      Es kommt natürlich auch immer darauf an, was an Infrastruktur zur Verfügung steht – bzw. benutzt werden will. Unter meiner potenten Abzugshaube und (auch dafür:) im WOK zu Frittieren, ist für mich kein Problem. Ich verstehe jedoch alle, die in einer Winzelküche nicht frittieren mögen und da bietet sich eine Ofenmethode natürlich an.

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