19. November 2017

ZART... ZARTER... AM ZARTESTEN...

mehr gibt es nicht zu steigern, zarter geht nicht!

Es geht um
eine Lasagne mit frischem Pasta-Teig, der hauchdünn ausgewalzt wird, und deshalb nicht vorgekocht werden muss.
Gefüllt werden die Teigplatten mit zartem Auberginenpüree und einem einfachen, milden Tomaten-Sugo. Dazu kommen ein paar Kapern aus dem Salz, deren feines Aroma mit jenem der «Crema di Melanzane» – dem Auberginenpüree – harmoniert.



LASAGNE CON CREMA DI MELANZANE

Lasagne mit Auberginenpüree
2 Portionen als Hauptgericht
4 Portionen als Vorspeise


Einkaufsliste zum Ausdrucken

CREMA DI MELANZANE – Auberginenpüree:
300–350 g Auberginen
2 Knoblauchzehen, ungeschält
Alufolie

     Auberginen mit einem Holzspiesschen mehrfach einstechen, zusammen mit dem Knoblauch in Alufolie verpacken und gut verschliessen.
     Im Backofen bei 200 °C (O+U oder Umluftfunktion) je nach Dicke der Auberginen 50–60 Minuten garen.
     Folie öffnen, etwas abkühlen lassen.

1/2 EL Olivenöl
1/4 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle

     Auberginen längs halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale schaben. Von den Knoblauchzehen die Spitzen mit einer Schere wegschneiden und den weichen Knoblauch herausdrücken.
     Alles mit dem Zauberstab oder im Mixer fein pürieren, abschmecken.

20 g Parmesan, frisch gerieben
     daruntermischen (= ca. 230 g Püree).

EIN-STUNDEN-SUGO (mild):
350 g Tomaten
     schälen, samt den Kernen grob würfeln.

1 EL Olivenöl

1 Schalotte, gehackt

1 Knoblauchzehe, gehackt
1 kleiner Zweig Rosmarin, gehackte Nadeln
1 Nelke
1 Lorbeerblatt

     anziehen.

1 EL Aceto balsamico rosso
50 ml Rotwein

     ablöschen, leicht reduzieren.

1/2 TL Salz
     samt den Tomaten dazugeben, 20 Minuten zugedeckt, 40 Minuten (ungefähr) offen auf kleinstem Feuer köcheln lassen, bis der Sugo eindickt. Ab und zu umrühren, damit nichts anbrennt. Es sollte 250 g ergeben.
     Ganze Gewürze entfernen, Sugo mit dem Zauberstab oder im Mixer fein pürieren.

50 g Rahm 
Salz, Pfeffer aus der Mühle

    darunter mischen, abschmecken (= 300 g).

BEREITSTELLEN:
2 EL Kapern aus dem Salz
     gut wässern, abtropfen lassen. 


Butter
1 rechteckige Gratin-Form von ca. 16x20 cm

     mit etwas Butter ausstreichen.

ca. 120 g Pasta-Teig
     hauchdünn [Stufe 8/8] zu Bahnen so breit wie die Pasta-Walze auswalzen, siehe auch hier.
     In 7 Stücke, etwa so gross wie die Form, schneiden.

FERTIGSTELLEN:
  • 1/4 Sugo (ca. 75 g) in der Form ausstreichen
  • 1. Blatt Pasta-Teig (nicht vorgekocht!) darauf legen
  • 1/3 Auberginenpüree (ca. 75 g) darauf geben, glattstreichen
  • 1/3 der Kapern darüber streuen
  • 2. Blatt Pasta-Teig darauf legen
  • 1/4 Sugo darauf geben, glattstreichen
  • 3. Blatt Pasta-Teig darauf legen
  • 1/3 Auberginenpüree darauf geben, glattstreichen
  • 1/3 der Kapern darüber streuen
  • 4. Blatt Pasta-Teig darauf legen
  • 1/4 Sugo darauf geben, glattstreichen
  • 5. Blatt Pasta-Teig darauf legen
  • 1/3 Auberginenpüree darauf geben, glattstreichen
  • 1/3 der Kapern darüber streuen
  • 6. Blatt Pasta-Teig darauf legen
  • 1/4 Sugo darauf geben, glattstreichen
  • 7. Blatt Pasta-Teig darauf legen
25 g Rahm
20 g Parmesan, frisch gerieben
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
15 g Butter in Flocken

     auf das letzte Teigblatt träufeln, bzw. streuen.

Kann bis hierher bereits am Vortag vorbereitet werden!
In diesem Fall zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren. 


BACKEN: 
     Lasagne im Ofen bei 180 °C (O+U oder Umluftfunktion) 25–30 Minuten garen, bis die Oberfläche schön braun wird.
     In 2 oder 4 Stücke schneiden (geht im Gegensatz zu anderen Lasagne-Zubereitungen sehr gut!).

nicht scharf

Achtung: diese Zubereitung gelingt nur mit selbst ausgewalztem, hauchdünnem Pasta-Teig. Gekaufte, frische Teigplatten sind zu dick und müssten vorgekocht werden. Trockene Lasagne-Platten, die zwar für andere Rezepte ohne Vorkochen verwendet werden können, eignen sich hier ebenfalls nicht.

Tipp: anstelle von frischen Tomaten können auch Pelati aus der Dose verwendet werden.

Kommentare:

  1. Das liest sich köstlich, aber auch nach viiiel Vorbereitungszeit....
    kannst du nicht mal eben schnell vorbeikommen und das für mich kochen? ;-)

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    1. Das würde ich liebend gerne tun!
      Andererseits backen die Auberginen und köchelt der Sugo von ganz allein!

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  2. Das ist ja wirklich einmal ein tolles Gemüselasagnerezept! Normalerweise kommt eine solche immer als Spinat-Ricotta-Lasagne daher, da finde ich deine schon viel fantasievoller.
    Melanzani, wie Auberginen bei uns heißen, schmeiß ich fast immer auf die restliche Glut, wenn wir über Holzkohle grillen, denn ich mag die gegrillt so gern, dass ich eigentlich immer einen Verwendungszweck dafür finde. Dank dir habe ich nun einen Zweck mehr!

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    1. Diesen «Zweck» unbedingt ausprobieren!

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