21. Dezember 2017

KOCHEN IM REISKOCHER

Der Reiskocher
ist bei mir praktisch täglich im Einsatz: mindestens eine Mahlzeit am Tag wird hier von Reis begleitet – ohne Reis ist ein thailändisches Gericht (mit wenigen Ausnahmen) eben keine Mahlzeit.

Naheliegend,
dass auch einmal ein Eintopfgericht mit Reis im Reiskocher zubereitet werden kann.

Einmal mehr
entstand so ein «All-in-one»-Gericht, bei dem sich alle Aromen aufs Köstlichste verbinden!



HÄHNCHENSCHENKEL AUS DEM REISKOCHER

mit Gemüse und Reis
2 Portionen als Hauptgericht


Einkaufsliste zum Ausdrucken



4 Poulet-Unterschenkel, ca. 400 g
     die Haut bei den Schenkeln mit den Fingern lösen und nach unten abziehen (siehe «Geflügel enthäuten»).

1/2 TL Chicken Rub (Gewürzmischung für Geflügel)
2 EL Reiswein (oder Sherry)

     in einem Gefrierbeutel mischen, Schenkel beigeben, möglichst ohne Luft verschliessen.
     Mindestens 1 Stunde marinieren (länger: im Kühlschrank).

zum Einweichen einen kleinen 
Unterteller auf die Pilze
in der Flüssigkeit legen damit sie 

von dieser ganz bedeckt sind!
20 g getrocknete Shiitake-Pilze, 6–8 Stück
200 ml Wasser (ungefähr), kochend

     mit kochendem Wasser übergiessen, ca. 15 Minuten einweichen.
     Pilze abtropfen (Einweichwasser auffangen), leicht ausdrücken, Stiele entfernen und die Hüte in Streifen schneiden.

150 g Karotten
     mittels Rollschnitt (siehe hier!) in Stücke schneiden.

1 daumengrosses Stück Ingwer
2–3 Knoblauchzehen
1–2 Chilischoten, entkernt

     hacken.

     Haut der Schenkel in einer Bratpfanne, Bräter oder im Wok auf kleinem Feuer langsam braten und so das Fett auslassen. Sobald die Haut haselnussbraun geworden ist, herausnehmen (Hund oder Katze freuen sich darüber!).
     Schenkel aus der Marinade heben (Marinade beiseitestellen), mit Küchenpapier trocknen.
     Im Hühnerfett auf mittlerem Feuer rundum zu goldbrauner Farbe anbraten. Herausnehmen.

1/4 TL Zucker
      samt den Karottenstücken in die benutzte Pfanne geben, anziehen, bis sie etwas Farbe annehmen.
     Pilze, Ingwer, Knoblauch und Chili dazugeben, kurz mitbraten (allenfalls etwas Öl beigeben).
     Hähnchenschenkel zurück in die Pfanne geben.

150 ml Geflügelbouillon
     samt der Marinade ablöschen, köcheln lassen, bis fast alle Flüssigkeit eingekocht ist. Schenkel dabei 1mal wenden.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

200 g Langkorn-Reis, Jasmin, Basmati (siehe auch Tipp)
Wasser
1/4 TL Salz

     Reis waschen, abtropfen lassen.
     Einweichwasser der Pilze mit Wasser auf 300 ml ergänzen, salzen. Samt Reis in den Reiskocher füllen, den Pfanneninhalt darauf geben, Reiskocher schliessen und starten.

75 g Erbsen (TK), aufgetaut 
     5 Minuten vor Ende der Garzeit beigeben (entweder zeigt der Reiskocher eine Restzeit an, oder man weiss aus Erfahrung, wie lange der Kochvorgang dauert).

mittelscharf

Tipps:
  • Geflügelhaut beim Auslassen auf dem Pfannenboden ausbreiten: nur so tritt die grösstmögliche Menge an Fett aus
  • zum Langkornreis mische ich jeweils etwas braunen, gekeimten Reis (so genannter GABA-Reis) dazu: etwa 3 EL, mit Jasminreis auf 200 g ergänzt. GABA = Gamma-AminoButyric Acid, eine wertvolle Aminosäure
  • für 4 Portionen alle Zutaten verdoppeln. Der Reiskocher muss allerdings gross genug für dieses Volumen sein: Kapazität (nicht das Volumen des Topfes!) gemäss Produktebeschreibung mindestens 1,8 Liter

Inspiration:
Ein Beitrag von «The Woks of Life» mit einem Gericht, das im Reiskocher fertig gegart wird: «Rice Cooker Ribs and Rice», welches ich – wie vorgegeben – mit Spareribs ausprobiert habe.
Schweinerippchen sind zwar hier in Thailand allgegenwärtig, ich fand jedoch, dass sich diese Zubereitung auch mit Hähnchenschenkeln eignet. Gedacht, getan: wunderbar!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Durch die Verwendung dieser Kommentarfunktion bist du mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten auf dieser Website einverstanden (Details siehe im IMPRESSUM unter «Datenschutz»).

Kommentare sind erst nach Freischaltung sichtbar und lediglich für registrierte Nutzer möglich. Dies als Massnahme gegen eine Flut von anonymen Roboter-Spams, die mich täglich erreichen.