31. Januar 2018

KÜRBIS, GURKE ODER MELONE?

Wax Gourd
Wachskürbis oder Wintermelone ist eine Frucht aus der Familie der Kürbisgewächse, welche in Asien sowohl als Gemüse, wie auch für süsse Kuchenfüllungen verwendet wird.
Unter der hellgrünen Schale sitzt weisses, knackiges Fruchtfleisch, welches – wie bei anderen Kürbisarten – flache Samen umschliesst. Das Aroma ist relativ geschmacks-neutral und liegt etwa zwischen Gurke und Kürbis.
In Thailand heisst die Wintermelone «fak khieo», zur Verwendung wird sie wird geschält und entkernt. Meistens findet man Stücke davon in einer klaren Suppe.

Salzzitronen
kennen die meisten wahrscheinlich als «L'hamd markad» aus der marokkanischen Küche. Aber auch in anderen Ländern werden Zitronen oder Limetten in Salz(lake) eingelegt: in Sri Lanka bekannt als «Lunu dehi», in Thailand als «ma-nao dong».
In allen Varianten dienen diese Früchte zum Aromatisieren verschiedener Gerichte.

Wax Gourd Soup
ist eine Zubereitung der thailändischen Küche aus Wintermelone und Pilzen mit dem leichten Aroma eingelegter Limetten.
Diese klare Suppe wird normalerweise mit weiteren Gerichten serviert, als Hauptgericht gebe ich jeweils ein paar Reisnudeln bei.



WAX GOURD SOUP
SUPPE MIT WINTERMELONE

Fak khieo ma-nao dong
2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

160 g Reisnudeln, 3–4 mm breit, siehe auch Tipp
     allenfalls in etwa 10 cm lange Stücke brechen, in lauwarmem Wasser einweichen, bis sie weich sind, was ungefähr 30 Minuten dauert.



2 Frühlingszwiebelchen
     weisse Teile in Scheibchen schneiden, beiseitestellen. Die grünen Halme in 5 cm lange Stücke schneiden, längs halbieren oder sogar vierteln. In Eiswasser legen, so rollen sie sich dekorativ auf.

Einen kleinen Unterteller auf die 
Pilze legen, damit sie von der 
Flüssigkeit ganz bedeckt sind!
4–6 Shiitake-Pilze, getrocknet (ca. 20 g) 
250 ml Wasser, kochend
     Pilze ca. 15 Minuten einweichen.
     Abtropfen, gut ausdrücken, (Flüssigkeit auffangen!) Stiele entfernen. Die Hüte in Streifen schneiden, zwischen Küchen-papier gut trocknen.

wenig Öl zum Frittieren
     Pilzstreifen goldbraun frittieren, was nur wenige Sekunden dauert. Abtropfen lassen, beiseitestellen.

1 kleine Wintermelone (Wax Gourd), ca. 400 g, siehe auch Tipp 
     in gut 2 cm dicke Scheiben schneiden, schälen. Scheiben vierteln, Kerne entfernen. In mundgerechte Stücke schneiden (= ca. 200 g).

1 Büschelchen Koriander, Wurzel samt Stängeln fein gehackt (Blättchen beiseitelegen)
2 Knoblauchzehen, in Stiften
1 TL schwarze Pfefferkörner, grob zerstossen
1/2 EL Sojasauce 
1 TL 
«Golden Mountain» Seasoning Sauce
1/2 EL Palmzuckersirup (oder 1 TL Zucker)
250 ml Pilz- oder Gemüsebouillon
      samt Pilzstreifen sowie der Einweichflüssigkeit der Pilze aufkochen. Melonenstücke beigeben, so lange köcheln lassen, bis sie gar sind, was knapp 10 Minuten dauert.

     Reisnudeln abtropfen, beigeben (sie sind in 1 Minute gar!).

1 eingelegte Limette in Salzlake
     halbieren, entkernen. Samt 2 EL der Salzlake beigeben. Kurz ziehen lassen.
     Mit Soja-, «Golden Mountain»-Sauce und Palmzuckersirup abschmecken.

     In 2 tiefen Tellern oder Suppenschalen anrichten.
     Frühlingszwiebelscheibchen und abgetropftes -grün sowie Korianderblättchen darüber streuen.

     Die eingelegten Limetten und die geschroteten Pfefferkörner werden nicht mitgegessen, sie dienen lediglich als Würze.

nicht scharf (höchstens, wenn der Pfeffer mitgegessen wird!)

Tipps:
  • anstelle von Reisnudeln können auch feine Eiernudeln verwendet werden. Diese gemäss Packungsanleitung in der Suppe mitkochen
  • marokkanische Salzzitronen können ebenfalls verwendet werden
  • für diese Zubereitung eignen sich auch Salatgurke oder Kürbis in Stücken, sowie Kohlrabi in Scheibchen
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In eigener Sache
Am besten ist es stets, eine Wintermelone in der Gemüseauslage selbst zu entdecken und diese, samt anderem Gemüsebedarf zum Abwiegen weiterzureichen.
Für einen Ausländer – der thailändischen Sprache nur bedingt mächtig – kann es nämlich peinlich werden, auf dem Markt nach «fak khieo» zu fragen, denn die Ohren der Verkäuferin sind beim Anblick eines Farangs (Ausländer) meistens auf Englisch eingestellt. Und das «fak» tönt natürlich gleich, wie das sehr schlimme Wort in Englisch. Die Verkäuferin läuft rot an, und die Wintermelone bleibt, wo sie ist: für den Farang unauffindbar!

Wie man «fak» richtig ausspricht, weiss dieses Mädchen, obwohl es eigentlich «Frog» (Frosch) sagen soll:





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